Die folgenden Texte sind entstanden im Rahmen meiner "Wochentexte".

 

Diese verschicke ich auf Anfrage immer Mittwochs per Mail.

 

Wenn Sie Interesse haben, melden Sie sich bitte und ich nehme Sie in den Verteiler auf.

 

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Vergleichen

Warum vergleichen wir uns so gerne mit anderen?

Damit wir besser abschneiden im Vergleich oder um uns zu trösten, dass es anderen noch schlechter geht?

Macht das Vergleichen Sinn?

Es scheint in der Natur des Menschen zu liegen, sich zu messen,    zu urteilen und eben auch zu vergleichen…

Dabei ist es doch fast unmöglich, sich wirklich objektiv mit anderen zu vergleichen, oder?

Jeder Lebensentwurf ist anders, jeder Mensch ist anders –

Warum also vergleichen wir trotzdem?

Wirklich Sinn macht der Vergleich eigentlich nur in Bezug zu uns selbst –

Wenn wir uns vergleichen mit einer Person, die wir vor Jahren einmal waren, ist es erstaunlich, wie wir uns verändert haben – meistens zum besseren!

Das tut gut und ist  besser, als der Vergleich mit anderen, deren Entwicklung wir sicher auch anerkennen oder auch bemitleiden können, aber nie wirklich erleben können…

Und abgleichen können wir auch –  und zwar unser Leben mit dem ursprünglichen Entwurf, der in uns als Samen steckt und nach Entfaltung strebt.

Wenn wir dann entdecken, dass unser Lebenssamen noch nicht wirklich zur Entfaltung gelangt ist, brauchen wir nichts weiter zu tun, als uns Raum und Zuversicht zu schenken -  den Boden für unseren ganz persönlichen, nicht vergleichbaren Lebensprozess.

So wie in jedem Samen schon der Entwurf für einen ganz bestimmten Baum steckt, so steckt in uns auch schon die Blaupause für unsere ganz persönliche Entfaltung!

 

 

 

Krank – Gesund

Was ist besser – krank oder gesund?

Die meisten von uns, eigentlich alle, würden natürlich spontan sagen: gesund!

Wer will schon krank sein…

Aber warum sind wir dann immer mal wieder krank?

Das Leben könnte doch so viel einfacher sein ohne diese Krankzeiten, oder?!

Da wir aber in allen Dingen mit der Dualität umgeben sind, gehört das Kranksein wohl auch zum Gesundsein als Partner.

Wenn wir genau hinschauen, sind wir eigentlich immer ein wenig gesund und auch krank…

Erst wenn die Gewichtung in die Richtung Krank zu sehr schlägt, fühlen wir uns als Opfer einer -  nicht unserer Krankheit.

Eine kleine Schnittstelle am Finger oder ein blauer Fleck am Schienbein lässt uns noch nicht krank sein, erst wenn wir von der Krankheit in unserer Freiheit beschnitten werden, d.h. ans Bett „gefesselt“ werden, fühlen wir uns krank.

Dann beginnt das Leid, das sich ausgeliefert fühlen, das Fragen nach dem Warum und wieso…

So gesehen leiden wir unter der eingeschränkten Möglichkeit, uns so bewegen und verhalten zu wollen, wie wir wollen…

Dabei bleibt bei allem krank sein doch auch immer ein wenig Freiheit für uns selbst –

Wir haben dann die Freiheit, nicht funktionieren zu müssen, uns eine Auszeit vom Pflichtprogramm zu erlauben, mehr im Innen zu sein, usw.

Vielleicht müssen wir nicht so sehr krank werden, wenn wir uns diese Zeiten auch ohne Krankheit gönnen, vorher schon merken, wenn die Kraft nachlässt und der Körper sich nach Ruhe und Abstand vom Alltag sehnt.

Aber wenn wir dann schon krank sind, hilft das Erinnern, dass zum Kranksein auch das Gesundsein gehört – davor und meistens auch danach.

                                                                                                                                     

Die Kürze der Zeit

Die Zeit verrinnt wie im Fluge…

Wer hat das nicht schon mal gehört – von sich selbst oder jemanden anderen…

Was lässt uns denken oder fühlen, dass die Zeit verrinnt?

Wieso kommen uns manche Situationen endlos vor und manche viel zu kurz?

Wir allein urteilen über die Angemessenheit unseres Zeitempfindens. Unsere Gefühle sind es, die uns diesen Streich spielen.

Aber haben wir die Macht über unsere Gefühle oder sie über uns?

Was wäre, wenn wir durch das Bewusstsein dieses Zusammenhangs die Macht der Gefühle in eine Kooperation mit unserem Zeitempfinden verwandeln könnten?

Wären dann die Gefühle nicht nur ein Barometer für die Qualität der Zeit, die wir durchleben?

So könnten wir mit  Achtsamkeit den Gefühlen auf den Grund gehen und so der Zeit den angemessenen Raum geben.

Dann wäre unsere Lebens-Zeit eine Spielwiese für Erfahrungen, angereichert mit Gefühlen, die uns  eine wertvolle und ausreichende Möglichkeit bieten, unsere Zeit sinnstiftend und befriedigend zu nutzen.

 

 

Der kleine Tod

Wieso der kleine Tod?

Gibt es auch einen großen?

Obwohl der Tod das sicherste auf der Welt ist, was es gibt, können wir oft nur schwer damit umgehen. Dabei erleben wir täglich einen kleinen Tod…

Tod bedeutet in unserem Sprachgebrauch oft etwas Schreckliches, gern Vermiedenes, Verdrängtes.

Dabei gehört er genauso zum Leben wie die Geburt.

Der kleine Tod ist der Schlaf – jede Nacht, manchmal auch tagsüber, nehmen wir ihn als ganz selbstverständlich und oft auch als notwendig hin. Der Schlaf gehört zu unserem Leben und kann nicht vermieden werden – genau wie sein großer Bruder!

Aber wieso haben wir dann vor dem kleinen Tod keine Angst?

Im Gegenteil  -  wir sehnen uns nach ihm und fühlen uns anschließend wie „neu geboren“! Bei ihm erleben wir den Zyklus zwischen Sterben und Wiedergeboren- werden ganz direkt, jeden Tag und haben deshalb auch keine Angst vor ihm - außer wir haben nachts Albträume…

Das, was wir tagtäglich erleben, gilt auch in größeren Dimensionen für den „großen“ Tod…

Nur, dass wir nicht in  so großen Zusammenhängen fühlen können. Unsere normalen Sinne sind auf die Zyklen in dieser Erdenzeit gepolt. Alles was darüber hinausgeht kann nur gedacht, geahnt, aber nicht wirklich als Erfahrung erlebt werden.A (Vielleicht ist das auch gut so, ansonsten würden wir das Leben nicht als endlich und daher kostbar erleben…)

Aber es gibt in unserer Erlebenswelt auch noch andere Zyklen des Sterbens und Wiedergeborenwerdens.

Jetzt, am Ende des Winters, wo die Tage wieder  länger werden, wächst in uns die Hoffnung, aber auch die Gewissheit, dass der Frühling naht.

Auch wenn die Bäume noch kahl sind und tot wirken, so wissen wir doch, dass sie in Bälde wieder grün werden. Diesen Zyklus können wir als  einen mittleren Tod beobachten. Die Natur gibt uns anschaulich die Gewissheit, dass nichts auf ewig tot ist, sondern immer wieder neu entsteht – größer und bunter als je zuvor.

 

 

 

 

 

Die Erde ist rund, aber keine Scheibe…

Natürlich wissen wir das! Seit über 500 Jahren ist uns das bekannt!

Aber fühlen wir das auch?

Unsere Augen sehen nur bis zum Horizont – danach ist Schluss!

Für unsere Augen geht die Sonne immer noch morgens auf und abends woanders wieder unter!

Selbst wenn wir im Flugzeug sitzen sehen wir nur einen scheibenähnlichen Ausschnitt der Erde. Und wenn wir ankommen, ist die Erde wieder nur eine Scheibe…

Vielleicht sind wir auch deshalb auch gefühlsmäßig und handlungsorientiert eher die Scheibentypen.

Unser Verstand weiß, dass die Erde rund ist, das wir alle eins sind, aus dem gleichen Stoff gemacht sind, alles in Beziehung steht. Spätestens seit der Erkundung der Quantenwelt sind wir weiter als unsere Vorfahren, die dies nur als Ahnung hatten.

Aber unsere 5 Sinne können diese Erkenntnisse nicht wirklich wahrnehmen und deshalb auch nicht wirklich als Erfahrung einsetzen.

Aber mit unseren anderen Sinnen erweitert sich dieser Erfahrungshorizont.

Vielleicht sind wir bald soweit, dass wir wie unsere technischen Netzwerke die Welt als eine Kugel wahrnehmen - unsere Handys können das schon...

Aber wie in allen Dingen sind auch hier beide Wahrnehmungsmöglichkeiten wichtig – wir brauchen einen begrenzten Rahmen, damit wir uns im Alltag zurechtfinden und sicher und geborgen fühlen.

Für ein großes gemeinsames Menschheitsgefühl brauchen wir die anderen Sinne, die uns immer deutlicher machen, dass wir auf einer Kugel leben, auf der alles miteinander in Kontakt ist.

Diese Erweiterung lohnt sich – für uns und für unsere Welt.

 

 

Lebensplan

Haben wir einen Lebensplan? Und wenn, für wie lange?

Hatten wir ihn von Anfang an? Und, haben wir ihn uns selbst gemacht?

Die großen Fragen der Philosophie…

Eine Antwort darauf, ob wir ihn selber haben oder ob es einen von „oben“ Vorgegeben gibt wird es wohl nie geben, aber vielleicht gibt es ein Bild, dass uns weiterhilft.

Vielleicht ist der Lebensplan wie das Vorhaben, einen Ausflug, einen Spaziergang zu machen.

Wir wachen morgens auf und überlegen, wie wir den (freien) Tag   gestalten wollen.

Wollen wir spazieren gehen? Und  wenn, in welcher Landschaft um uns herum?

Wollen wir einkaufen gehen oder eine Ausstellung besuchen, oder Freunden helfen, die in Not sind, oder in Blaue fahren, oder, oder, oder…

Das alleine entscheidet unsere Seele am Anfang unseres Lebens.

Was uns dann auf dem selbstentschiedenen Weg alles begegnet, wen wir treffen, welche unerwarteten Ereignisse uns überraschen – all das gehört nicht zu unserem persönlichen Lebensplan – das gehört zu dem übergeordneten Plan, der uns auch begleitet.

So gesehen machen wir alle unseren persönlichen Lebensplan, unbewusst oder auch bewusst.

Der übergeordnete, kollektive Plan kommt noch mit dazu und stellt uns oft vor Herausforderungen, die wir nicht so eingeplant haben.

Übrigens -  unseren persönlichen Lebensplan können wir jederzeit mehr oder weniger umgestalten, das ist unsere persönliche Freiheit, den übergeordneten Plan nicht, der hat mehr Überblick und wirkt kollektiv.

Wahrnehmung!   – aber wie?

Jeder von uns würde gerne seine Wahrnehmung erweitern –         aber wie können wir das tun?

Im Zeitalter des Internets werden wir alle insgeheim auf Wahrnehmung hin geschult!

Wie soll das gehen?

Die meisten von uns benutzen das Internet ganz selbstverständlich, wir googeln, wir forschen nach interessanten Hinweisen im Netz, wir nutzen Wetter-apps, wir kommunizieren über verschiedene Plattformen, informieren uns über politische Entwicklungen usw.

All dies können wir auch mit der geistigen Welt!

Könnte es sein, dass wir die jetzige Phase des Internet-Zeitalters brauchen, um uns an die Möglichkeiten des geistigen „Googelns“ zu gewöhnen?

Sind wir vielleicht auch ohne Geräte in der Lage, uns gegenseitig wahrzunehmen oder uns Informationen „herunterzuholen“, die uns weiterbringen?

Gibt es da „oben“ eine Chronik, in der alle Informationen gespeichert sind, die uns helfen, uns und unsere Welt um uns herum besser zu  verstehen?

Unser Potential ist da, wir müssen es nur einsetzen und benutzen. Da hilft es, sich diese Möglichkeit zu erlauben und das Internet als Analogie zu nutzen.

Aber genau wie beim Kommunizieren im Internet brauchen wir eine Instanz in uns, die die lichtvollen und dunklen Energien unterscheidet – das könnte die Liebe sein...

Überwinden wir doch unsere Furcht vor falschen Kanälen und stellen unserer Empfänger auf lichtvolle Sender ein – dann werden auch wir zu lichtvollen Mitarbeitern hier auf der Erde.

                                                                  

                                                                    Birgit Eickstädt - Januar 2018

Weiterentwicklung

Woran denken wir bei dem Begriff Weiterentwicklung? ...

Vielleicht ans vorankommen, besser werden, sich verändern?

Wenn wir uns das Wort in seinem Stamm anschauen, fällt der Begriff „wickeln“, besser noch „entwickeln“ ins Auge.

Im praktischen Alltag benutzen wir dieses Wort am ehesten, wenn wir etwas „auswickeln“, oder vielleicht ein Wollknäul auflösen, bis es keine Kugel mehr ist, sondern nur noch ein Faden.

Das letzte Bild könnte eine ganz andere Bedeutung für das Wort „Entwicklung“ andeuten.

Im Gegensatz zu unserem landläufigen Bild des Vorankommens, des Verfolgens eines vorgenommenen Weges, gibt uns dieses Bild des Wollknäuels eine andere Richtung an!

Wir entwickeln etwas, einmal, um einen Faden sichtbar zu machen – was im übertragenen Sinnen dem Lebensfaden entsprechen könnte. Oder wir entwickeln, um an den Kern des Knäuels vorzustoßen und evtl. einen Schatz  oder etwas Besonderes  finden zu können…

Dann wäre die Metapher, die in dem Wort steckt, eher die Aufforderung, im Sinne der Weiterentwicklung seinen Lebenszweck in der Aufdeckung des Ursprungs unseres Lebensfadens zu sehen – also eher an unseren Anfang zurückzugehen, um in dem Ent-wickeln einen Sinn in unserem Leben zu entdecken.

Machen wir also weiter mit unserer Weiter-ent-wicklung, um uns und unserem Kern immer näher zu kommen und unseren Weg besser verstehen und begleiten zu können.

 

                                                              Birgit Eickstädt - Januar 2018

 

 

Wahrnehmung

 

Wahrnehmung ist etwas Diffuses – anders als etwas sehen, fühlen oder riechen, ist Wahrnehmung nicht eindeutig – jedenfalls nicht, wenn wir uns nicht darauf konzentrieren oder interpretieren.

 

Von welchem Sinnesorgan wird „Wahrnehmung“ eigentlich angesprochen?

Wahrscheinlich nicht von unseren Augen…

 

Die Augen gehören bei den meisten Menschen konkret zu unserer materialisierten Welt. Sie sind uns geschenkt worden, um uns ganz konkret zu orientieren, Gefahren zu erkennen, äußere Erscheinungsformen wahrzunehmen.

 

Die Augen gehören zu unserem täglichen Erlebnisfeld, sie sind Teil unserer weltlichen Erfahrung, genauso auch die Ohren – auch sie nehmen die weltliche Welt in allen seinen akustischen Ausprägung war -  im Gegensatz zu den Augen können sie sich allerdings nicht verschließen und sind daher weniger steuerbar.

 

Unser Tastsinn spürt über die Haut Kälte, Wärme, Berührung und ähnliches. Auch er gehört zu unserer ganz konkreten weltlichen Erfahrungswelt, genauso wie unsere Nase.

 

Aber gehören diese Sinnesorgane in den Bereich „Wahrnehmung“?

Wir denken bei diesem Begriff wohl eher an die anderen Erfahrungen, die Zwischentöne im zwischenmenschlichen Bereich, aber auch im Kontakt mit den anderen „Welten“ um uns herum, oder auch aus uns heraus.

 

Wer kennt diese Signale nicht – oft leise, gerne überhört, aber dennoch allgegenwärtig senden sie ihre Botschaften.

 

Aber im Gegensatz zu den weltlichen Sinnesorganen nicht eindeutig und gewohnt. Um sie nutzen und gezielt einsetzen zu können brauchen wir eine besondere Form der Bereitschaft und Präsens. In dem wir dieser Form der Wahrnehmung einen Platz in unserem Leben einräumen, wird sie uns immer mehr führen, informieren, anregen…

 

Sie ist eher eine Übermittlung der zarten, unaufdringlichen Botschaften.

Aber wenn wir sie einladen, bereichert sie unser Leben auf eine bezaubernde, bereichernde und unerwartet reiche Art.

 

                                                                  Birgit Eickstädt - Januar 2018